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Wie funktioniert das Auge? Hornhaut: Die Hornhaut (Cornea) ist die äußere, durchsichtige Schutzschicht des Auges. 70% der Lichtbrechung übernimmt die Hornhaut (den Rest übernimmt die Linse). Im Gegensatz zur Linse ist die Hornhaut starr und kann ihre Form nicht verändern. Linse: Die äußerst elastische Linse übernimmt die Brechung der verbleibenden 30% des Lichtes. Sie ist sozusagen die Feinabstimmung des Sehens. Durch Veränderung ihrer Form ermöglicht sie uns, Objekte in der Nähe zu sehen. Um die Linse herum befinden sich Muskeln. Durch Zusammenziehen und Lockern bewirken sie, daß sich die Linse blitzschnell ändert. Dadurch erhält die Linse die Brechkraft, um Lichtstrahlen auch von nächst gelegenen Objekten auf die Netzhaut zu bündeln (Verändern des Brennpunktes, fokussieren). Iris: Die Iris ist ein ringförmiger Teil, der dem Auge die Farbe verleiht, z.B. blau, grau, braun oder grün. Sie funktioniert ähnlich wie die Blende einer Fotokamera, indem sie durch Zusammenziehen oder Öffnen mehr oder weniger Licht ins Auge läßt. (Im Dunkeln öffnet sich die Iris, um möglichst viel Licht durchzulassen, im Hellen zieht sie sich zusammen, um den Lichteinfall zu verringern.) Pupille: Die Pupille ist die (schwarze) Öffnung in der Mitte der Iris. Durch die Pupille dringt das Licht ins Auge. Netzhaut (retina): Netzhaut ist eine lichtempfindliche Schicht im Inneren des Auges. Eine Vielzahl von Zellen verwandeln die Lichtsignale in "Nervensignale" um und schicken sie über den Sehnerv ans Gehirn. Die Netzhaut entspricht dem Film in einer Fotokamera. Fovea: Fovea (Netzhautgrübchen) ist das Sehzentrum auf der Netzhaut. Auf diesen Punkt müssen alle Lichtstrahlen gerichtet (fokussiert) werden, wenn wir ein Objekt am besten erkennen wollen. Sehnerv: Der Sehnerv verläuft vom Auge ins Gehirn. Er transportiert die Informationen, damit sie im Gehirn interpretiert werden können. Erst im Gehirn findet das tatsächliche Erkennen eines Objektes statt. Wenn Sie weitere Details über den Aufbau des Auges kennen lernen wollen, klicken Sie bitte auf Augendetails (Menü). Grundbegriffe der Augenoptik Der Begriff Lichtbrechung (Refraktion) bezieht sich auf den Weg, den die Lichtstrahlen zurücklegen, wenn sie von einem Objekt reflektiert werden und in unser Auge dringen. (Beispiel: Lichtstrahlen der Sonne treffen auf einen Baum, werden von diesem abgelenkt (reflektiert) und zu uns gesendet, treffen auf unser Auge, werden durch Hornhaut und Linse so umgelenkt, daß sie genau auf die Fovea der Netzhaut treffen.) Das ausgeklügelte System und Zusammenspiel von Wahrnehmung, Licht bündeln und umlenken zu einem Brennpunkt, von dort Weiterleiten zum Gehirn - das ist der eigentliche Sehvorgang. Die Brechkraft der Hornhaut, die Leistungsfähigkeit der Linse und die Entfernung von der Linse bis zur Netzhaut, bestimmen gemeinsam, wie und wo genau das Licht die Netzhaut trifft - und wie gut wir sehen. Ist das Augeninnere zu lang oder zu kurz, mangelt es der Linse an Elastizität oder ist die Hornhaut nicht gleichmäßig gekrümmt, gerät das ganze System aus den Fugen. Wenn wir davon ausgehen, daß der Augenarzt keine anderen krankhaften Erscheinungen erkennt, ist ein Sehfehler im allgemeinen leicht zu beheben: Man muß eine künstliche Linse, also ein Brillenglas, eine Kontaktlinse oder eine Lupe, so in das oben angeführte System einfügen, daß die Lichtstrahlen wieder genau auf die Netzhaut treffen. Funktionen, die eigentlich die Hornhaut oder die Augenlinse übernehmen sollten, verlagern wir auf das Brillenglas bzw. die Kontaktlinse. |