Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit (Myopie)

Im Falle der Kurzsichtigkeit ist der Augapfel zu lang oder das optische System zu stark. Das Bild weit entfernter Objekte entsteht nicht auf der Netzhaut, sondern im Innern des Augapfels, das Objekt wird nicht scharf wahrgenommen.

Dagegen werden näher gelegene Objekte scharf auf der Netzhaut abgebildet. Das Auge sieht auf kurze Distanz scharf, ist also kurzsichtig.

Die Kurzsichtigkeit wird korrigiert, indem das zu starke optische System mit Brillengläsern oder Kontaktlinsen mit Minuswirkung abgeschwächt wird (die Länge des Augapfels lässt sich nicht ändern !).

 

Auszug aus einem Fachartikel:

Kurzsichtigkeit ist erblich

(10.05.2003) Ergebnisse einer Studie der Ohio State University - Weniger die häufige Naharbeit wie Lesen, sondern die Gene sind Schuld an der Kurzsichtigkeit von Kindern.

Wie lange ein Kind damit verbringt, zu lesen oder zu lernen, spielt vermutlich keine primäre Rolle bei der Entstehung der Myopie. Dass zeigt eine neue Studie der Ohio State University. Prof. Donald Mutti und seine Kollegen untersuchten rund 360 Kinder. Sie nahmen ihre und die visuellen Fähigkeiten ihrer Eltern auf, sammelten die Ergebnisse von Lese- und Sprachtests und befragten die Eltern, wie lange ihre Kinder sich in der Woche mit Lernen, Spaß-Lektüre, Sport, Fernsehen oder dem Computer beschäftigen.

Ziel ihrer Untersuchung war es festzustellen, inwieweit sich diese Aktivitäten auf die Entwicklung einer Myopie auswirken. Etwa eins von fünf Kindern war kurzsichtig, etwa drei Viertel normalsichtig und weniger als zehn Prozent der Kinder zeigten eine Hyperopie. Ein Drittel der Kinder mit zwei kurzsichtigen Elternteilen und nahezu eins von fünf Kindern mit einem kurzsichtigen Elternteil waren ebenfalls kurzsichtig. Dagegen zeigten weniger als zehn Kinder ohne kurzsichtige Eltern die Sehschwäche. "Myopie scheint einem dosisabhängigem Muster zu folgen", sagte Mutti. Das heisst, die Gefahr, ob ein Kind eine Myopie entwickelt, hängt davon ab, ob nur ein Elternteil kurzsichtig ist oder ob beide Elternteile an der Sehschwäche leiden.

Andererseits wären kurzsichtige Eltern aber keine Garantie dafür, dass die Kinder ebenfalls eine Myopie entwickeln. Es handele sich nicht um ein geradliniges Vererbungsmuster.

Obwohl die Wissenschaftler herausfanden, dass kurzsichtige Kinder pro Woche mehr Zeit mit dem Lernen und Lesen und weniger Zeit mit Sport verbringen als nichtkurzsichtige Kinder, schreiben sie

 

 

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