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nge Krawatten können blind machen
(17.08.03) Männer, die ihre Krawatten zu eng binden, haben oft einen erhöhten Augeninnendruck und riskieren die Entstehung eines Glaukoms
Das berichten jetzt britische Wissenschaftler. Der erhöhte Augeninnendruck
ist eines der Warnhinweise bei der Entstehung eines Glaukoms, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Glaukome führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, zu einem gefährlichen Resultat: Sie zerstören
den Sehnerv. ",Patienten mit erhöhtem Augendruck sollen auch danach gefragt werden, ob sie möglicherweise ihre Krawatte zu eng binden", so der Augen-Spezialist Robert Ritch vom New Yorker Eye and Ear Infirmary, der die Studie
leitete.
Eng gebundene Krawatten drücken die Jugularvene zusammen. Dadurch entsteht ein Blutstau, der den Druck auf den Sehnerv noch erhöht. Gefährdet sind Patienten, die ohnehin an erhöhtem Augendruck leiden. Der Experte schließt
aber nicht aus, dass längerfristig auch gesunde Menschen davon betroffen sein können. ",Es ist nach heutigem Stand der Dinge nicht einschätzbar, was tatsächlich passiert, aber es gibt gewiss Folgen, wenn jemand drei Jahre lang mit zu
eng gebundener Krawatte bekleidet ist", so der Mediziner.
Der britische Augenspezialist Keith Barton vom Moorfields Eye Hospital in London sieht zwar keinen Grund auf Krawatten gänzlich zu verzichten. ",Krawatten
verursachen bei den meisten Menschen keine Glaukome", so der Experte. Barton räumt aber ein, dass jeglicher Außendruck auf Blutgefäße, der über längeren Zeitraum erfolgt durchaus negative Wirkung entfalten kann. Vom Glaukom sind zwei
Prozent aller über 40-jährigen betroffen. Mit zunehmendem Alter kommt die Erkrankung häufiger vor. Bis heute lässt sich nicht genau sagen, warum jemand an Glaukom erkrankt. Beruf, Lebensgewohnheiten und Ernährung haben nach heutigem
Kenntnisstand mit der Entstehung des Glaukoms nichts zu tun. Sicher ist, dass jede Form des Nikotinkonsums beim Glaukom eine erhebliche zusätzliche Gefahr darstellt, weil Nikotin die Gefäße verengt und deshalb die Durchblutung in wichtigen
Bereichen des Auges verschlechtert wird, berichtet die deutsche Ophthalmologische
Auszug aus einem Fachartikel